Die jüdische Familie Elsbach betrieb ab 1848 in Herford eine Leinenhandlung, gründete 1873 die „Herforder Hemdenfabrik J. Elsbach & Co.“ und verlagerte ab 1887 den Betrieb an die Goebenstraße. Um 1914 befand sich hier die größte Wäschefabrik Europas mit etwa 1200 Angestellten vor Ort und 4000 Heimarbeiterinnen.
Während der Zeit der sogenannten „Arisierungen“ im Jahre 1938 musste die Familie Elsbach ihre Aktien verkaufen. Der Betrieb wurde von Adolf Ahlers übernommen und in „Herforder Wäschefabriken AG“ umbenannt; ab 1952 nannte sich das Unternehmen wieder „Elsbach Wäschefabriken AG“.
Die Familie Elsbach erhielt ihre Aktien durch ein Rückerstattungsverfahren zurück, doch blieb Ahlers als Aktionär mit dem Unternehmen verbunden. Im Jahre 1964 erwarb die „A. Ahlers Bekleidungswerke GmbH“ die Aktien der Familie Elsbach und wandelte das Unternehmen in eine GmbH um.
Zur Erinnerung an die Familie Elsbach, sind im Eingangsbereich des Hauses Gedenktafeln angebracht. Der Platz neben dem Haus ist Frau Käthe Elsbach gewidmet.